Der Stressbegriff

Der Begriff "Stress" (engl.="Druck") stammt ursprünglich aus der Werkstoffkunde und benennt den Zustand eines Materials, das unter Zug oder Druck steht. Dies entspricht unserem Alltagsverständnis von Stress als Situation unter Druck und
Zustand besonderer psychischer und körperlicher Anspannung.

Die Stressreaktion

Der Mensch befindet sich in einer Stresssituation in einem Zustand erhöhter Erregung und Anspannung, was in unterschiedlichen körperlichen Reaktionen zum Ausdruck kommt: das Herz schlägt schneller, der Blutdruck und die
Atmungsfrequenz erhöht sich, die Durchblutung des Gehirns sowie der Skelettmuskulatur ist erhöht, ebenso der Blutzuckerspiegel. Daneben werden Verdauungsprozesse, Sexualfunktionen sowie die Immunabwehr gehemmt. Durch
die benannten Reaktionen wird der Mensch psychophysiologisch aktiviert und in die Lage versetzt, auf "alarmierende Reize" der Umwelt (Stressoren) mit besonderen körperlichen Leistungen reagieren zu können. Die Stressreaktion hat in seiner
ursprünglichen Funktion einen positiven Sinn, denkt man an die starken körperlichen Anforderungen, denen der Mensch der Urzeit ("Steinzeitstress") ausgesetzt war.


Stressfolgen

Heute hat man jedoch in den meisten beruflichen Stress- und Anforderungssituationen nur selten die Möglichkeit die sich aufbauenden körperlichen Energien auch in der Situation abreagieren zu können. Es wird erwartet, gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern sowie in der Öffentlichkeit in jeder Situation kompetent aufzutreten. Bei fehlenden Ressourcen
bzw. inadäquaten alternativen Bewältigungsstrategien können negativer Stress entstehen und stressbedingte Krankheiten die Folge sein. Herzkreislauferkrankungen, Magen-/Darmerkrankungen, Kopfschmerz, Migräne, Krebs, psychische Erkrankungen u.a. werden mit Stress in Zusammenhang gebracht. Nicht jeder wird krank. Es gibt auch nicht eine Stresskrankheit -
Managerkrankheit o.ä.. Nachgewiesen ist, dass Stress das Immunsystem schädigen kann. Man geht davon aus, dass jeder Mensch Veranlagungen für bestimmte Erkrankungen besitzt. Bei erhöhtem Stress und fehlenden Strategien zur
Bewältigung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Erkrankung ausbrechen kann. Je höher und je länger die Stressbelastung, desto größer ist die Gefahr zu erkranken.


Kann man dagegen den Anforderungen, die sich einem stellen, gerecht werden, und hat darüber hinaus die Möglichkeit, die freiwerdenden Energien auch auszuleben, hat man es mit positivem Stress zu tun. Dann kann Stress sogar das eigene
Selbstvertrauen und Wohlbefinden sowie die Motivation und Arbeitszufriedenheit steigern.


Entspannung ist die natürlichste Stressbewältigungsstrategie!
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